Der Duft von Eisblumen, Veronika May

Autorin: Veronika May
Titel: Der Duft von Eisblumen
Verlag: Diana
Veröffentlichung: 2016
Seiten: 364

Veronika May

Der Klappentext:

 
Gerade frisch getrennt, verliert Rebekka im Stau die Nerven und fährt ihrem Vordermann mit Absicht auf die Stoßstange. Jetzt steht sie nicht nur vor den Trümmern ihres Lebens, sondern auch vor Gericht. Die aufgebrummten Sozialstunden muss sie bei der 88-jährigen Dorothea von Katten ableisten. Die lebt allein in einer verwunschenen Villa mit einem riesigen Garten, und zunächst scheinen die beiden Frauen nur ihre Dickköpfigkeit gemeinsam zu haben. Bis Rebekka auf ein lang gehütetes Geheimnis der alten Dame stößt und versteht, dass man sein Herz nicht auf ewig verschließen kann. 
 

Meine Meinung:


Durch den Titel hatte ich zuerst ein weihnachtliches Buch erwartet, nach dem Lesen des Klappentextes war mir schon klar, dass dies kein Buch ist, das mit Weihnachten zu tun hat. Gepackt hat es mich trotzdem. Wie ihr vielleicht mitbekommen habt bin ich ein Fan von etwas verworrenen Lebensgeschichten, die von den Protagonisten sukzessive verraten werden und ihr ganzes Leben zu bestimmen scheinen und ihr verhalten erklären. Genau so verhält es sich in diesem Roman. Rebekka wird sozusagen auf das Land verbannt in diese Villa der alten Dame, die dort ganz alleine wohnt. Sie bezieht dort ein kleines Häuschen, das früher von den Angestellten bewohnt wurde und putzt für die alte Dame das Erdgeschoss der Villa. Dabei scheint sie auf ein Geheimnis zu stoßen, dass bisher immer gut versteckt wurde. Im Verlauf des Buches tindet Rebekka immer mehr über das Geheimnis heraus, wird teilweise jedoch auch ein bisschen von ihrer Detektivarbeit abgelenkt, der Gärtner ist dann manchmal doch interessanter als das Geheimnis einer alten, verschlossenen und garstigen Frau. 
Besonders gut gefällt mir die Leichte und Lockere Sprache, die das Lesen sehr angenehm macht. Außerdem wird die Protagonistin meiner Meinung nach gut dargestellt und jeder kann sich auf gewisse Weise in sie hineinversetzen. Die dauergestresste junge Frau, die in einer männerdominierten Firma arbeitet und auch eigentlich nur für ihre Arbeit lebt. Ich denke jeder hat ab und an das Gefühl, dass die Arbeit oder die Uni die Freizeit stehlen und demnach auch relativ schnell gereizt sind. Zu unserem Glück fahren wir in dieser Situation eher selten ganz bewusst und absichtlich andere Autos an, aber nachvollziehbar ist es trotzdem. 
Wie schon erwähnt, mir hat die Thematik und auch die Umsetzung super getaner und ich kann den Roman nur Weiter empfehlen. 
  

 

Fazit:

Schönes Detektivspiel, bei dem auch die Romantik nicht zu kurz kommt. Außerdem versteht sich Veronika May äußerst gut auf spritziges Schreiben, was den Lesespaß von vorne bis hinten hochhält!
 
Das Buch wurde mir vom Verlag zur Verfügung gestellt.

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