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Unverblümt im Sommerwind, Simone Veenstra

Unverblümt im Sommerwind wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Autorin: Simone Veenstra

Titel: Unverblümt im Sommerwind

Seiten: 496

Verlag: Heyne

Der Klappentext von Unverblümt im Sommerwind:

Lügen für Anfänger

Judith kann einfach nicht lügen. Nicht einmal klitzekleine Notlügen oder falsche Höflichkeiten sind drin. Das kostete sie Beziehungen, Jobs – und jetzt sogar ihre Wohnung. Kurzerhand fährt sie zu ihrem Onkel nach Amrum. Dort will Judith endlich das Lügen lernen. Hilfe bekommt sie dabei von einem zugelaufenen Hund namens “Hund”. Und von Menschen, die alle genauso seltsam sind wie sie…

Als sie dann das Tagebuch der im Jahr 1900 auf Föhr geborenen Teda entdeckt, stellt deren abenteuerliche Geschichte Judiths ganzes Leben auf den Kopf.

Meine Meinung:

Mich hat dieses Buch verzaubert und ich war unendlich traurig, als ich es beendet habe. Gerne hätte ich noch weitergelesen, hätte Judith weiter auf ihrem Weg begleitet und mehr über Teda und ihr Leben erfahren.

Aber fangen wir mal an: Judith hat ein kleines Problem, sie ist zu ehrlich zu den Menschen und stößt sie deswegen häufiger als sie möchte vor den Kopf. Sozialkompatibel sein, das möchte sie endlich lernen. Dazu besucht sie ihren Onkel Olaf auf Amrum, der von dem Plan seiner Nichte gar nicht mal so begeistert ist. Immerhin ist sie doch gut so, wie sie ist.

Auf Amrum lernt Judith die Bewohner der Villa Pippilotta kennen: eine bunte Mischung an interessanten Menschen, die alle einen Verlust oder aber ein traumatisches Erlebnis mehr oder weniger verarbeiten. Gemeinsam mit ihren neuen Freunden stellt Judith sich der Aufgabe normal zu werden. Doch was ist eigentlich normal?

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Teda ist die Oma von Maren, der Besitzerin der Villa Pippilotta. Durch ihr Tagebuch lernt Judith sie kennen und liest ihre bewegende und auch beeindruckende Geschichte. Als junge Frau macht sie zwei Weltkriege mit. Doch in ihrer Rolle als Frau fühlt sie sich nicht wohl: viel lieber möchte sie Künstlerin werden. So schreibt sie sich als Mann verkleidet für ein Studium ein.

Ich weiß gar nicht, welcher Erzählstrang mir besser gefallen hat. Beide waren sehr gut geschrieben, hatten interessante Wendungen und haben beim Lesen wirklich Spaß gemacht.

Fazit:

Ein wunderbares Buch. Unverblümt im Sommerwind zeigt, dass “normal sein” nichts ist, das wir erreichen müssen. Viel besser ist es man selbst zu sein, für seine Ziele und Träume einzustehen und dafür zu kämpfen.

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