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Roadtrip Nordfrankreich: Honfleur, Utah Beach & Vauville

Nachdem wir einen schönen Tag am Chateau de Miromesnil und in Étretat verbracht haben sind wir bis in den späten Abend hinein noch weitergefahren und haben auf einem Stellplatz direkt in Honfleur Halt gemacht. Der Stellplatz war leider wirklich alles andere als schön, doch der nächste Morgen war dafür umso schöner…

Das Fischer-Städtchen Honfleur

In Honfleur wollten wir gerne ein wenig das joie vivre genießen und sind recht früh direkt vom Stellplatz in die kleine Stadt gelaufen. Dort haben wir uns am Hafenbecken ein kleines Restaurant gesucht und umgeben von vielen kleinen Segelbooten lecker gefrühstückt. Für mich gab es, ganz typisch, ein leckeres Croissant und dazu einen Kaffee. Lustigerweise habe ich in Frankreich schwarzen Kaffee gemocht, irgendwie scheint er in Frankreich anders gekocht zu werden?

In dieser schönen Kulisse zu frühstücken war einfach toll! Die schmalen, aber dafür total hohen Häuser, die um das Hafenbecken herumstehen sind wunderschön und total besonders. Insgesamt hat Honfleur einen tollen Charme und ist nochmal etwas ganz anderes, als die Städte, die wir bisher gesehen haben. Abgesehen davon ist Honfleur auch eine richtige Künstlerstadt: überall gibt es kleine Galerien und Geschäfte, in denen Bilder, kleine Skulpturen oder ähnliches gekauft werden kann.

Sainte Catherine

Die alten Häuser setzen die Künstler und ihre Werke nochmal in den Mittelpunkt. Aber auch sonst gibt es spannende Dinge zu sehen: zum Beispiel die Kirche Sainte Catherine, die aus zwei Teilen besteht. Klassischerweise hat eine Kirche zwar mehrere Bauteile, doch ich habe bisher noch keine gesehen, die wirklich räumlich voneinander getrennte Bauteile hat. Die aus Holz bestehende Kirche in Honfleur war jedoch auch räumlich getrennt, zuerst haben wir und den alten Kirchenturm mit der Glocke angesehen, anschließend ging es kurz über die Straße ins Kirchenschiff.

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Abgesehen von zeitgenössischen Künstlern hat es übrigens auch bereits früher Künstler in das pitoreske Städtchen gezogen: so hat zum Beispiel Baudelaire zeitweise in Honfleur gelebt und dort den Totentanz (La danse macabre) sowie den Herbstgesang (Chant d’automne) geschrieben.

Frühstück am Hafen von Honfleur
Frühstück am Hafen von Honfleur
Sainte Catherine in Honfleur
Cidre in Honfleur
Der Hafen von Honfleur

Kleiner Zischenstopp in Utah Beach

Unser Tagesziel war es den Zipfel zu erreichen. Deswegen machten wir uns nach einem gemütlichen Spaziergang durch die Gassen der kleinen Stadt auf in den Bulli. Wir sind weiter der Küste entlang gefahren und kamen auf dem weg an Utah Beach vorbei. Meiner Meinung nach war es einfach ein super beklemmender Ort. Es war total komisch dort zu sein. Neben einem Denkmal, bestehend aus einem der damaligen Landungsschiffen und überlebensgroßen Soldatenfiguren, die vom Landungsboot aus an Land gehen, gab es eine Gedenkstätte und ein Restaurant. An verschiedenen Stellen standen Panzer ausgestellt und es war einfach merkwürdig. Irgendwie passte es nicht an den Sandstrand. Nachdem wir uns umgesehen hatten haben wir uns dann auch schnell wieder auf den Weg gemacht…

Ich muss sagen nach diesem wunderschönen Honfleur konnte mich nichts mehr so richtig begeistern. In Cherbourg-Octeville haben wir kurz Halt gemacht, aber so richtig glücklich geworden sind wir dort auch nicht. Deswegen sind wir nach einem „kleinen Dessert“ aka einem riesigen Crêpe mit Karamell und Eis weitergefahren.

Landungsboot in Utah Beach

Und wurden in Vauville nochmal positiv überrascht!

Für Camper kann ich das winzige Dorf wirklich empfehlen. Dort gibt es einen Campingplatz, der zwar nur mit dem Nötigsten ausgestattet ist, aber eine hervorragende Lage hat! Der Platz war direkt am Strand und wohl mitten im Surfrevier, zumindest hatten einige ihr Surfbrett dabei.

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Abends haben wir dann noch ein wenig die Gegend erkundet bevor wir nach einem leckeren Abendessen aus der Bulliküche ins Bett gefallen sind.

Bulliküche
Lesezeit im Bulli

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