Boarderlines, Andreas Brendt

*Rezensionsexemplar*

Titel: Boarderlines

Autor: Andreas Brendt

Verlag: conbook

Genre: Roman im Reisetagebuch

Seiten: 401

Klappentext:

Als Andi sich auf Bali mit dem Surfvirus infiziert, wirft er sein Leben über den Haufen und bricht auf in die Welt. Es ist der Startschuss für einen Trip zu den besten Wellen dieses Planeten und zur Sinnsuche zwischen Vernunft und Fernweh. Und für ein Leben inmitten von Pistolen, Edelsteinen, Malaria, gemeinen Ganoven, allwissenden Professoren und deutschen Bierdosen.

 

Meine Meinung:

Ein sehr schönes Buch über die Frage, wie frei man eigentlich sein sollte um glücklich zu sein und was das alles mit dem Surfen zu tun hat. Am Anfang wird unser autobiografischer Protagonist Andi mit dem Surfvirus infiziert, was ihn irgendwie nicht mehr loslassen möchte, also macht er sich auf in die Welt und bereist Land um Land um die besten Wellen zu erhaschen. Uns Leser nimmt er überall hin mit! Wir stehen ihm am Anfang bei, als er kaum eine Welle so schafft, wie er es gerne hätte und das Surfen dann doch ziemlich autodidaktisch lernt. Wir begleiten ihn auf seinem Weg ein gutes Surfer zu werden, wie er Spaß im Wasser hat und eins mit den Wellen wird. Aber wir stehen ihm auch bei, wenn es mal nicht so rund läuft, Heimweh aufkommt und die ein oder andere Liebschaft beweint wird.

Mir hat die Vielschichtigkeit des Buches gefallen, einerseits finden wir uns an Orten wieder, an die man sich kaum träumen kann, verlassene Strände, sternenklare Sommernächte, atemberaubende Wellen. Man könnte sagen, dass wir uns im Paradies wieder finden. Allerdings wird auch darauf eingegangen, dass das Paradies so seine Schattenseiten hat. Hitze, Krankheiten, Lebensumstände, alles nicht immer ganz so prickelnd… Und dann ist da noch die Angst um die Zukunft, kann das ewig so weiter gehen? Das ganze Leben lang surfen? Niemals einen festen Job haben? Oder wäre so ein bisschen Beständigkeit im Leben nicht auch mal ganz angenehm?

Ich finde grade durch diese Sinnfrage, was man mit seinem Leben anstellen soll, kommt eine tiefere Ebene in das Buch, das es von anderen Büchern abhebt. Der Sinn des Lebens ist eins der größten Mysterien der Menschheit, Andreas Brendt geht dieser Frage gut hinterher, versucht Antworten zu finden und gibt uns schließlich auch eine. Ob die zufriedenstellend ist muss jedoch jeder selbst entscheiden.

Fazit:

Würde ich Punkte vergeben wären es 4 von 5. Manchmal ist man viel zu deprimiert weiterzulesen, weil man im kalten und verschneiten Deutschland rumsitzt, während unser Protagonist sich in den Wellen austoben kann… Dadurch wurde es meiner Meinung nach in der Mitte manchmal ein wenig langatmig, allerdings hat der Schluss alles wieder wettgemacht. Da will ich jetzt aber nicht zu genau drauf eingehen.

Empfehlen würde ich das Buch eigentlich allen, immerhin beschäftigt es sich mit Themen, die jeden angehen. Allerdings sollte man sich schon auf diesen Lebensstil einstellen können, sonst könnte man schnell genervt sein.

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3 Gedanken zu „Boarderlines, Andreas Brendt

  1. Hab vorher noch gar nichts von diesem Buch gehört, klingt aber doch recht spannend. Das Thema Freiheit finde ich grundsätzlich interessant. Ich werd mir das Buch mal genauer ansehen, da ich ohnehin gerade wieder auf der Suche nach gutem Lesestoff bin.

    LG, Tina

  2. Das Buch klingt ziemlich interessant, obwohl ich zum Surfen eigentlich so gar keinen Bezug habe. Aber die dahinterliegende Sinnfrage gefällt mir auf jeden Fall. 🙂

    Liebe Grüße

    Hanna

  3. hey Hanna, es ist eigentlich kein Surfbuch. Das Surfen ist der Motor der Geschichte und eigentlich total austauschbar (Bersteigen, Tauchen, Schatzsuchen)…

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