Shotgun, Lovesongs, Nickolas Butler

Titel: Shotgun, Lovesongs
Autor: Nickolas Butler
Verlag: Heyne
Seiten: 421

Bild: Klett

Klappentext:
Die große Kunst zu leben.
Fünf Freunde aus einer Kleinstadt im Norden der USA. Durchs Schicksal auseinandergetrieben, lebt in allen die Sehnsucht nach der Nähe, die sie einst verband. Ein sentimentaler, kraftvoller Roman, der vielstimmig von den großen Themen Freundschaft, Heimat und Liebe erzählt.

Meine Meinung:
Wieder ein Buch, bei dem ich ein bisschen zwiegespalten bin. Manche Passagen fand ich grandios, sie waren fabelhaft geschrieben, ich kam mir vor, als wäre ich in einem endloseen The Kooks Song gefangen und wollte auch gar nicht wieder daraus. Aber dann kamen Passagen, die passten irgendwie nicht dazu, waren teilweise sehr vulgär geschrieben, womit ich an sich kein Problem habe, aber der Schnitt war so hart und so willkürlich, dass ich total irritiert war. Bei den Protagonisten passte es einfach nicht, dass sie plötzlich solche Wörter in den Mund gelegt bekommen.
Denn alle Protagonisten waren auf ihre Weise sympathisch, Henry der herzensgute Farmer, der seine Frau Beth und seine Kinder über alles liebt. Seine Frau, die anscheinend die perfekteste Frau des ganzen Dorfes ist. Sein bester Freund Lee, der seinen Durchbruch als Sänger nur durch die regelmäßige Heimkehr zu verkraften scheint. Der arme Ronny, der etwas vom Leben als Rodeoreiter gezeichnet ist und von allen unterschätzt wird. Zuletzt wäre da noch Kip, der erfolgreiche Börsenmarkler, der mit seiner Frau Felicia wieder nach Little Wing zurück kommt und die alte Mühle aufpäppelt und sich dabei in Schulden stürzt.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte in jedem Kapitel einen Erzählerwechsel hat, so kriegt man einen vielschichtigen Einblick in die Pyche der fünf, erfährt viel über sie und ihre Ansichten, fühlt sich jedem gleich nah. Und vor allem versteht man die Beweggründe eines jeden Einzelnen.
Man fühlt sich als wäre man die beste Freundin bzw der beste Freund, dem von jedem ein Teil der Geschichte erzählt wird.
Nur das Ende passt nicht so, es gefällt mir irgendwie nicht und scheint auch vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen zu sein, ich kann mich damit nicht so gut anfreunden.

Fazit: Weil ich mich mit dem Rest des Buches sehr gut anfreunden konnte empfehle ich es euch trotzdem. Ein Zitat auf dem Buchrücken sagt ¨Nickolas Butler hat ein Buch geschrieben, das so gut ist wie fünf Bier mit dem besten Kumpel.¨ (KulturSPIEGEL) und dem kann ich nur zustimmt.

Mir wurde das Buch kostenlos zu Rezensionszwecken vom Verlag zu Verfügung gestellt, danke!

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