Von Katzen und Fußbällen.

Was mich diese Woche sehr beschäftigt hat war Fußball. Nein, es lag nicht an einem besonders tollem, wichtigen oder spannenden Spiel, sondern an Freitagabend.
Freitagabend hatte ich das erste Mal seit Jahren Fußballtraining und, fuck, was war ich vorher aufgeregt!
Diese oh-Gott-ist-mir-schlecht-und-ich-hab-Hunger-und-kann-es-nicht-einfach-schon-so-weit-sein-Aufregung.
Nicht diese freudig erregte Aufregung, eher diese hoffentlich-geht-alles-gut-Aufregung.

Meine Fußballsituation war bis Freitagabend ein bisschen wie bei Schrödingers Katze. Durch eine langwierige Verletzung war ich vor knapp drei Jahren gezwungen aufzuhören, die Ärzte haben zwar gesagt, dass ich weiter spielen kann, unter Schmerzen war es mir das jedoch nicht wert. Irgendwann störten mich längere Strecken zu Fuß nicht mehr und ich hätte es prinzipiell mal ausprobieren können. Ich habe auch immer wieder mit dem Gedanken gespielt wieder anzufangen oder es wenigstens auszuprobieren.
Wieso ich das bis jetzt nicht gemacht habe? Ich hatte schlicht und einfach Angst, dass ich nicht mehr spielen kann, dass die Katze tot ist. Die Chancen stehen zu 50%, dass sie tot ist. Zwar auch zu 50%, dass sie lebt, aber die Chancen waren mir dann doch zu gering. Also habe ich es lieber gar nicht erst ausprobiert.

Freitag war dann der Tag gekommen. Ich hab mich überwunden und bin wirklich zum Fußballplatz gefahren, habe vorher gewisse Menschen vermutlich ziemlich stark mit meiner Aufregung genervt und wäre am Liebsten dann doch Zuhause geblieben. Aber ich war nunmal da und dann musste ich ja auch auf den Platz.

Und es war so gut!

Beim Training bin ich zwar ungefähr 20 Mal gestorben, weil ich keine Puste mehr hatte, aber mein Fuß hat sich weder währenddessen noch dnach gemeldet. Bis auf die Kondition war echt alles gut.

Die Katze scheint zu leben.

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2 Replies to “Von Katzen und Fußbällen.”

  1. Ooooh das freut mich voll zu lesen und ich konnt irgendwie echt mitfühlen mit dir! Es ist einfach das schlimmste, wenn man gezwungen ist eine so große Leidenschaft aufzugeben und ich kann mir wirklich vorstellen wie einen das dann fertig macht, wenn man es wieder versuchen will, weil man so Angst davor hat enttäuscht zu werden und ein zweites mal diesen Abschied nehmen zu müssen. Umso mehr freu ich mich jetzt, dass alles gut gegangen ist und du jetzt wieder neuen Mut hast und es dir Spaß macht! Das gibt einem ja auch unglaublich viel Lebenssqualität zurück!

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