Gedanken: Herbst



Der Herbst ist bei mir so eine Sache, einerseits liebe ich ihn, andererseits hasse ich ihn, löst er doch meinen geliebten, warmen Sommer ab. Trotzdem, der Herbst hat auch so seine Vorzüge. Spaziergänge durch frisches, buntes Laub. Apfelkuchen. Kastanien sammeln. Lederjacken. Capes. Lesen. In ganz viele Decken einkuscheln. Den Kamin endlich mal wieder anmachen. Die letzten wärmenden Sonnenstrahlen genießen. Tee trinken. Mützen tragen. Kuschelige Strickpullis tragen. Zeit für sich haben. Mein Geburtstag. Mal wieder alle Schals herauskramen. Bordeauxrote Dinge kaufen und anziehen. Die Seriensommerpausen sind größtenteils überstanden. Morgens dabei zusehen wie der Nebel sich langsam lichtet. Kürbisse schnitzen. Kürbissuppe machen, die dann am Ende doch wieder niemand aus meiner Familie mag. Pflaumen. Boots tragen. Einfach mal den ganzen Sonntag im Bett verbringen. Regen, der auf mein Dachfenster prasselt. Genügend Wind zum Surfen haben. 

Eigentlich ist der Herbst doch gar nicht so schlimm. Eigentlich sogar ganz schön. Manchmal muss ich mir das während des dem Sommer hinterher weinens mal wieder vor Augen halten.  Manchmal vergesse ich das alles einfach. 

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2 Replies to “Gedanken: Herbst”

  1. Sehr schön geschrieben <3
    Mir geht es ähnlich wie dir – der Herbst ist für mich auch eine Hassliebe. Einerseits bringt er Kälte und Dunkelheit, andererseits ist er auch irgendwie gemütlich und die bunten Blätter der Bäume sehen so schön aus.
    Liebe Grüße

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