Der italienische Garten, Alyson Richman

Titel: Der italienische Garten
Originaltitel: The Garden of Letters
Autor: Alyson Richman
Verlag: Diana
Seiten: 425
 

Alyson Richman

 
 

Der Klappentext: 

 
Portofino 1943. Mitten im Krieg geht eine junge Frau von Bord eines Schiffes. Die Deutschen halten den malerischen Küstenort besetzt und lassen Elodie nicht mit ihren gefälschten Papieren passieren. Doch in letzter Sekunde gibt ein fremder Mann sie als seine Cousine aus und rettet sie. In seinem Haus auf den Klippen gewährt ihr Angelo Zuflucht. Aber Elodie kann niemandem trauen, denn ihr Geheimnis würde nicht nur sie das Leben kosten…
 

Meine Meinung:

 
Das Buch bietet viel mehr, als man auf den ersten Blick erwartet, beim Titel denkt man an eine schöne leichte Sommergeschichte, die sich mal eben so runterlesen lässt. Das Cover verspricht meiner Meinung nach das gleiche. Nur der Klappentext, der erzählt von der spannenden Kriegsgeschichte, die man sonst gar nicht vermutet hätte.
Protagonistin Elodie ist eigentlich nur eine vernünftige Musikschülerin, seit vielen Jahren spielt sie Chello, genauso wie ihr Vater. Doch sie wächst auf in einer Zeit, in der zuerst der Faschismus in Form von Mussolini das Land regiert, das später dann von den Deutschen eingenommen wird. Die Lage in Verona wird immer verzwickter, jüdische Lehrer an ihrem Konservatorium müssen ihre Jobs aufgeben und nagen anschließend am Hungertuch. Elodies beste Freundin Lena möchte sich das nicht länger mit ansehen und wird zu einer Staffetta. Als Staffetta überbringt sie Nachrichten der Resistenza und geht dabei natürlich ein großes Risiko ein. 
Nach einem einschneidenden Erlebnis möchte auch Elodie sich der Resistenza anschließen. 
Wir haben hier eine spannende Geschichte über die Ängste und die Hoffnungen der Menschen in Italien während des zweiten Weltkrieges, die ziemlich nah an der Wahrheit ist. Ich fand es unfassbar spannend in diese Welt hinabzutauchen und mit Elodie mitzufiebern! 
Aber auch Angelo nimmt einen großen Teil des Buches ein. Mit ihm wird eher die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg beschrieben, in der Mussolini versucht hat neue Gebiete einzunehmen und so vielen jungen Italienern das Leben genommen hat. Auch Angelo musste in den Krieg ziehen und danach war nichts mehr wie vorher. 
Am Hafen von Portofino treffen unsere beiden Protagonisten dann zusammen und entwickeln ihre eigene Geschichte, die von Krieg, Liebe und Hoffnung handelt. 
 

Fazit:

Ich hatte das Buch innerhalb von zwei oder drei Tagen durch und war absolut begeistert! er Schreibstil ist super angenehm und die Geschichte vielschichtig und packend. Außerdem fand ich es super spannend mal ein Buch über den Zweiten Weltkrieg zu lesen, das nicht wie alle anderen in Deutschland spielt und von einem Juden handelt, der sich irgendwo versteckt. Ich finde davon gibt es Bücher wie Sand am  Meer. Das hier, das war mal etwas vollkommen neues für mich! 
 
Das Buch wurde mir zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt.
 

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